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Lärmschutzgebiete in der Galerie S&H De Buck - Stefaan van Biesen

 

Lärmschutzgebiete sind Naturschutzgebiete, wo man keinen Lärm machen darf. Ruhe ist ein Begriff, den jeder in dieser modernen Gesellschaft bestimmt kennt, dennoch nur selten noch wirklich erlebt. Das Stefaan Van Biesen ein solches Gebiet in einer Galerie zu schaffen versucht, ist dann auch bemerkenswert. Eine Galerie ist nämlich ein Ort, wo Kunst gezeigt wird und ist definiert als ein kultureller Raum. Van Biesen versucht  den uralten Gegensatz Natur-Kultur aufzuheben und durch die zwei Begriffe mit einander in Harmonie zu bringen.

   

 

Van Biesen ist ein Landschaftskünstler. Das bedeutet aber nicht, dass er eine Skulptur macht, um sie in einem oder anderem öffentlichen Park oder Rasen hinzusetzen oder dass er seine Tage mit dem Malen von idyllischen Naturbildern verbringt. Nein, der Landschaftkünstler arbeitet mit der Landschaft. Er integriert die Natur in seiner Kunst oder kommuniziert mit ihr mittels seiner Kunst.

   

 

Bis 30. Oktober (2004) zeigt Stefaan Van Biesen in der Galerie S&H De Buck Kohlezeichnungen und einige räumliche Vorstellungen. Oft sehen wir die Skulpturen dieses Mannes in seinen Zeichnungen wie ‘Gedachtenvanger II’ (= Gedankenfänger II), einer runden Kugelform mit einem Zinktrichter. Pure Poesie par excellence! Diese Gefühlsmäßigkeit finden wir in den meiste Zeichnungen von ihm wieder. Ein Marmeladenglas mit dem Wort ‘Souvenir’ darüber verweist auf Gerüche, die oft mit Erinnerungen verbunden sind. Die werden immer wieder aufgerufen, wenn so ein Geruch an unserem Nasenloch vorbeizieht. Aber auch in seinen Zeichnungen bleibt die Natur die Hauptfigur. Vögel, Kaninchen, Blumen …, obwohl sie auf einfacher Weise zu Papier gebracht sind, verweisen sie immer auf etwas Tieferes. Dennoch bleiben diese Kunstwerke immer spielerisch und liegen niemals schwer im Magen. Dank ihrem hohen poetischen Gehalt wirken sie eher als Schmetterlinge im Bauch: ein Gefühl der Freude und der Rührung. Das Van Biesen auch ein talentierter Schriftsteller ist, verwundert uns auch nicht. Zum Schluss erwähnen wir, Süßmäuler die wir sind, noch eine Schokoladenskulptur, die den Künstler selbst darstellt. Auf Händen und Füßen kriecht er auf einem Weg, der undefinierbar ist. Der Künstler ist ein ewiger Reisender in seiner eigenen Landschaft, ein Mensch, der alleine durch seine Welt kriecht. Der Gipfel der Melancholie!

   
 

Stefaan Van Biesen zeigt in Galerie S&H De Buck eine Seite, die das Publikum vielleicht noch nicht richtig kannte. Dennoch atmen die Zeichnungen dieselbe Poesie wie seine Landschaftskunst. Sie liegen deutlich auf derselben Wellenlänge, aber auf einer nicht-langweiligen Weise. Wir hatten auf jeden Fall keine Last von einem ‚Déja-vu‘ und ließen uns lieber zum Schweigen bringen.

  
  Yoon Hee Lamot, Zone 09, Oktober 2004.

 

 

 

 

Melancholie overheerst de wereld van Stefaan van Biesen

 

 

 

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